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West-Kanada 2004 - Reisebericht x

Unsere Route

Bei einer Einwohnerzahl von rund 31 Mio., die sich auf eine Fläche von 9.9 Mio. km2 verteilen, kann man sich schon in etwa vorstellen, wie viel Platz die Kanadier haben - zum Vergleich: Deutschland hat 82 Mio. Einwohner, die sich auf 357 Tsd. km2 drängeln. Dies führt dann in manchen Teilen des Landes dazu, dass man auf 100 Kilometern nur einer Hand voll Autos begegnet, keinen einzigen Radiosender rein bekommt (von Handynetz ganz zu schweigen) und man die ganze Zeit mit Tempomat fahren kann, ohne auch nur einmal einzugreifen. Trotz der im aller besten Fall maximal 110 km/h, die man auf Kanadas Straßen fahren darf, gestaltet sich das Autofahren daher trotzdem sehr angenehm, weil stressfrei.

Doch das Land besticht nicht nur durch seine buchstäbliche „endlose Weite“ und Einsamkeit, sondern auch durch die atemberaubende Landschaft. Bis in den Sommer, der in den Rockies leider nur etwas 2,5 Monate andauert bevor schon wieder Schnee fällt, sind die Gipfel der dicht bewaldeten Berge schneebedeckt. Überall ist Wasser durch die zahlreichen blauen und (auch bei Regenwetter) türkisfarbenen Seen und Flüsse. Zudem gibt es vor allem auf Vancouver Island, man mag es kaum glauben, traumhafte Sandstrände, deren Sand es in seiner Feinheit durchaus mit den Malediven aufnehmen kann.

Das Klima haben wir als sehr angenehm empfunden. Richtig heiß wird es in den Bergen wahrscheinlich selbst in der Hochsaison nicht, so dass man bei angenehmen 15 bis 20 Grad auf den anstrengenden Wanderungen nicht noch zusätzlich durch brütende Sonneneinstrahlung zum Schwitzen gebracht wird. Im Okanagan Valley ist es grundsätzlich immer 5 Grad wärmer, als in den Rockies, so dass dort eher sommerliche oder sogar südeuropäische Temperaturen anzutreffen sind. Dies macht sich landschaftlich auch bemerkbar. Im Norden und in den Rockies kann man sich vor lauter Grün und Wald kaum noch retten, im Okanagan Valley macht die Landschaft einen sehr viel kärgeren Eindruck. Wir haben uns sagen lassen, dass man im Winter bei 30 Grad minus durchaus nur mit einem Pullover aus dem Haus gehen kann, da die Luft trocken ist und nicht die unangenehme Nässe mit sich bringt, wie wir es in Deutschland kennen.

Da Kanada ehemals zum Commonwealth gehörte, merkt man an einigen Stellen noch die Verbindung zu Europa, obwohl auf den ersten Blick für den Betrachter kaum unterschiede zu den benachbarten USA festzustellen sind. Dies äußerte sich zum Beispiel in der Live-Übertragung der Fußball EM im kanadischen Fernsehen. In den USA hätte man wahrscheinlich noch nicht mal die Ergebnisse heraus bekommen. Victoria, die Hauptstadt British Columbias, wirkt mit dem alterwürdigen Empress Hotel und dem Parlamentsgebäude jedenfalls sehr britisch.

Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Wenn sie merken, dass man Tourist ist, wird man unter Umständen gleich mit Tipps überhäuft, was man alles anschauen sollte, und was man sich gleich schenken kann. Beim Einkaufen und Essen gehen trifft man wieder auf die Serviceorientierung, wie man sie auch schon aus den USA kennt.

Besonders gefallen haben uns:

Vancouver
Der Stanley Park ist einer der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt. Er liegt auf einer Halbinsel, von drei Seiten vom Wasser umgeben und hat von Regenwald, über Strände und gepflegte Kieswege alles zu bieten. Es empfiehlt sich eine Wanderung entlang des Lake Trails, der durch dichten Regenwald zum wunderschönen Beaver Lake führt.
Ein Muss ist natürlich ein Spaziergang durch Downtown, die für den Autofahrer katastrophal, für den Fußgänger aber sehr einfach zu erkunden, da sie sehr überschaubar ist. Die Shopping Meile Robson Street ist auch am Sonntag sehr belebt und bietet viele Straßencafes und Coffee Shops, in denen man mal eine Pause einlegen kann. Sehr belebt und südländisch angehaucht ist auch die Denman Street, die von der Ecke Robson Street in südlicher Richtung direkt bis zur Strandpromenade der English Bay führt.
Typisches Touristenziel ist Gastown, was aber auch an dem Charme des kleinen bunten Viertels liegt. Hier gibt es im Wesentlichen die Steam Clock, die erste mit Dampf betriebene Uhr der Welt, und die Statue von Gassy Jack am Maple Tree Square zu bestaunen. Ansonsten besticht das Viertel durch seine bunten Farben und kleinen Lädchen, die allerdings auch viel Touristenkrempel im Angebot haben.
Ein sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen beliebter Treffpunkt ist Granville Island. In alte Lagerhallen zogen in den 70er Jahren Geschäfte und Restaurants ein. Hier empfiehlt sich ein Besuch des Public Market und ein Essen im In-Lokal Bridges, auf dessen Holzterasse man einen schönen Ausblick auf die Stadt und die zwei Brücken hat. Es empfiehlt sich, mit den kleinen Aquabuses für 2 Dollar pro Nase vom Sunset Beach überzusetzen, da der Weg über die Granville Bridge sich als ziemlicher Gewaltmarsch entpuppt hat.
Schön ist auch eine Fahrt auf dem SW Marine Drive im Westen der Stadt südlich von Downtown. Hier befindet sich der Campus der University of British Columbia. Am Meer entlang führt die Straße zur English Bay, die kilometerlange Strände mit tollen Ausblicken auf Downtown und die umliegenden Berge zu bieten haben. Auch mit Möglichkeiten zum Inline-Skating ist Vancouver reich gesegnet. Im Stanley Park umrundet ein One-Way Rad- und Skatingweg feinsten Asphalts direkt am Meer entlang den Park. Auch in Downtown am Sunset Beach und English Bay Beach entlang sind hervorragend ausgebaute Wege. Beim nächsten mal werden wir garantiert nicht mehr ohne Inliner nach Vancouver fahren. :-)

Vancouver Island Die Hauptstadt British Columbias, Victoria, macht einen gepflegten britischen Eindruck und ist sehr schön zum Bummeln. Es lohnt sich eine Fahrt entlang des Marine Scenic Drive zu unternehmen, der an der Küste entlang durch die gepflegten Villenvororte Victorias führt.
An der Südwestküste befindet sich der Pacific Rim NP. Hier sollte man mindestens einen vollen Tag einplanen, da man unheimlich viele schöne Trails bewandern kann, die auch für Leute geeignet sind, die nicht viel laufen möchten. Hier befinden sich die wahrscheinlich schönsten Sandstrände des Landes. In Tofino starten die Bootstouren zum Whale Watching, bei denen in winzigen Schlauchbooten die Wirbelsäule ruiniert wird. Wird haben uns für einen Scenic Flight mit Tofino Air entschieden. Der kostete 65 Dollar pro Nase für etwa 20 Minuten Flug, und der Pilot hat immer nach Walen ausschaugehalten. So hatte man einen grandiosen Ausblick über die vorgelagerten Inselchen und das Whale Watching gleich inklusive.

Inside Passage Die Inside Passage ist eine 15-stündige Schifffahrt von Port Hardy nach Prince Rupert (oder umgekehrt). Die Fähre fährt um 7:30 Uhr ab und ist angeblich in der Hauptsaison zweiu Monate im Voraus ausgebucht. Anfang Juni hatten wir eigentlich nicht das Gefühl, dass wir ohne Vorbuchung kein Ticket mehr bekommen hätten. Je später man kommt, desto mehr Wartezeit erspart man sich. Wir konnten jedenfalls keinerlei Vorteil daraus erkennen, dass wir etwa 20 min. vor Abfahrt am Hafen waren. Die Überfahrt für zwei Erwachsene und einen PKW kostet ca. 250 Euro. Sie führt an der Westküste entlang nach Norden und ist sehr spektakulär. Anfangs ist man noch ein Stück von der Küste entfernt und fährt an kleinen Inselchen vorbei, später fährt man immer tiefer in die Wasserstraßen der Küste hinein, und links und rechts rücken die Berge immer näher heran. Man hat also immer Ausblick auf Land mit hohen, bewaldeten Steilwänden und schneebedeckten Bergen im Hintergrund. So wird einem trotz der 15 Stunden nicht langweilig. Überall stürzen Wasserfälle ins Meer. Vereinzelt sieht man auch mal den einen oder anderen Leuchtturm oder mal eine Holzfällerstation und ein paar Fischerboote. Ansonsten ist die Küste absolut leer. Traditionell regnet es wohl immer bei der Inside Passage – wir hatten zumindest die erste Hälfte des Tages Glück mit dem Wetter gehabt, da man sogar an einem windgeschützten Plätzchen mit T-Shirt in der Sonne sitzen konnte. Später zogen die Wolken dann zu und es wurde windiger und fing dann auch an zu regnen. Das mitnehmen einer warmen und winddichten Jacke empfiehlt sich daher.
Das Essen auf dem Schiff ist übrigens sehr gut. Für das Frühstück empfiehlt es sich durchaus, in dem Buffetrestaurant das Frühstück zu nehmen. Es kostet ca. 15 Dollar pro Kopf und man hat eine tolle Auswahl – sehr leckerer Canadian Ham, der von der Keule abgeschnitten wird. Das Schiff hat auch ein Selbstbedienungsrestaurant mit gutem und günstigerem Angebot für Frühstück, Mittag und Abendessen. Zwischendurch ist es auch für Getränke und kalte Speisen, wie Sandwiches oder ein Stück Kuchen geöffnet.
Interessant ist auch, wenn man die Fahrt so wie wir in Richtung Norden unternimmt, dass es bei Ankunft in Prince Rupert um 22:30 Uhr Anfang Juni immer noch recht hell ist. Man hat also schon dieses nordische Feeling der langen Sommernächte.

Barkerville
Barkerville ist ein kleines ehemaliges Goldgräberstädtchen. Zur Zeit des Goldrausches war sie die größte Ansiedlung zwischen San Francisco und Chicago. Etwa 130 Häuser wurden liebevoll restauriert oder originalgetreu wieder aufgebaut. Die Stadt ist etwa 150 Jahre alt. Man trifft auf kostümierte „Bewohner“, die in den Shops hinter der Theke stehen und altertümliche Waren verkaufen. Man kann mit der Postkutsche fahren (kostet noch mal 8 Dollar) oder dem Schmied bei seiner Arbeit zusehen. Es gibt verschiedene Themenführungen durch die Stadt. Daher lohnt es sich, schon gegen Mittag da zu sein, falls man es schafft. Dadurch, dass wir eine recht weite Anfahrt hatten, waren die meisten Führungen schon vorbei. Die letzte Führung begann um 15:30 Uhr und war eine sehr sehenswerte Nachstellung verschiedener Gerichtsverhandlungen der damaligen Zeit – die Zuschauer wurden sehr autoritär behandelt. Der Eintritt kostet 12,50 Dollar pro Person und lohnt sich auf jeden Fall. Man sollte ruhig mal ca. 3 Stunden Aufenthalt einplanen.

Wells Grey NP
Der Wells Grey Provincial Park ist ein nicht so einfach zugänglicher Park, der zwischen Williams Lake und Jasper liegt. Einer der beiden Eingänge befindet sich in Clearwater, einem kleinen Ort, ohne viele Übernachtungs- oder Verpflegungsmöglichkeiten. Hier merkt man, dass das Land wieder bergiger wird. Der Park scheint nicht so bekannt zu sein, was zur Folge hat, dass er nicht so überlaufen ist, wie die großen Nationalparks, und man noch nicht mal Eintritt oder Parkgebühren bezahlen muss. Schön sind die Wasserfälle Helmcken Falls, die durch einen kurzen Spaziergang (etwa 15 min.) zu erreichen sind. Wir sind noch bis zum Clearwater Lake gefahren, der über eine 24 km lange gut konditionierte Schotterpiste zu erreichen ist. Leider hatten wir hier etwas Pech mit dem Wetter, ansonsten hätte man hier ein schönes Picknick am See machen können.

Jasper
Der Ort Jasper liegt schön in einem weiten Tal und gilt als das kleinere und ruhigere Pendant zu Banff. Hier hat man wieder jede Menge Auswahl an Unterkünften und Restaurants – sogar ein Kino gibt es hier (Karte 8 Dollar, wie in Vancouver). Auf jeden Fall lohnenswert ist eine Fahrt zum Magline Lake. Da wir nicht so schönes Wetter hatten, haben wir uns die ca. 30 Dollar pro Person teure Fahrt zum Spirit Island gespart. Doch die etwa 14 km lange Strcke dorthin lohnt sich dennoch, da man unterwegs am schönen Medicine Lake vorbei fährt, dessen Besonderheit darin besteht, dass er ausschließlich unterschiedliche Flusszuläufe hat. Wenn man unterwegs an den Rastplätzen halt macht, kann man sich an den zutraulichen Streifenhörnchen erfreuen, die von allen Seiten angerannt kommen, da sie offensichtlich von den Touristen gefüttert werden.
Ebenfalls empfehlenswert ist eine Wanderung entlang des Magline Canyon Trails. Wir sind bei der 5th Bridge eingestiegen – 2,7 km einfach bis zur first bridge und dem dort angesiedelten Tea House. Obwohl der Canyon sicherlich nicht so tief und überwältigend wie der Grand Canyon ist, ist es doch sehr schön, so dicht am wild rauschenden Wasser zu laufen. An seiner tiefsten Stelle ist der Canyon immerhin 55 m tief und zum Teil so schmal, dass man sich sehr weit vorbeugen muss, um überhaupt noch den Fluss zu sehen.

Icefield Parkway
Nicht zu unrecht wird er oftmals als die schönste Bergstraße der Welt bezeichnet. An dem knapp 200 km langen Panorama kann man sich kaum satt sehen. Man fährt auf etwa 2000 m Höhe ständig am türkisgrünen Wasser entlang und schaut links und rechts auf 3000 m hohe Berge. Am Straßenrand grasen gemütlich die Wapiti-Hirsche und lassen sich kaum von den Autofahrern stören, die natürlich – trotz Warnung dies nicht zu tun – einfach am Straßenrand stehen bleiben, um ein Foto zu schießen. Unterwegs lohnen sich kleine Abstecher zu den Athabasca Falls und den Sunwapta Falls. Beide sind ohne großen Fußmarsch zu erreichen und sehr sehenswert. Ein Muss ist selbstverständlich ein Spaziergang auf dem Columbia Icefield. Die Snow Shuttle Touren kann man sich laut Reiseführer sparen und nach dem, was wir gesehen haben, stimmt das auch. Man kann relativ dicht am Icefield Parken (man sollte der Beschilderung „Road to Icefield“ folgen und nicht – so wie wir – gleich den erstbesten Parkplatz nehmen. Dadurch erspart man sich nämlich etwa 20 min. Fußmarsch. Der Anstieg zum Gletscher ist sowieso schon anstrengend genug – aber auf jeden Fall absolut lohnenswert! Man sollte auch immer mal an einem nicht besonders gekennzeichneten Parkplatz anhalten und die Aussicht genießen – es lohnt sich praktisch immer.

Lake Louise
Der Ort Lake Louise ist nicht besonders sehenswert, da er im wesentlichen aus 2 - 3 Hotels, einer Tankstelle und einer Mini-mall besteht. Als wir allerdings zum Lake Louise selbst gelaufen sind (vom Parkplatz etwa 2 – 5 min. Fußweg, je nachdem, an welchem Ende des rieseigen Parkplatzes man parkt), wurde uns klar, warum er in der Hochsaison so überlaufen ist. Das Wasser schimmert in einem dermaßen unglaublichen türkis, dass man glaubt, man steht vor einem künstlich angelegten Swimmingpool oder einem Chemieunfall. Die umliegenden hohen Berge, natürlich wieder schneebedeckt, und das pompöse Chateau Lake Louise runden das Bild ab. Man kann sehr schön und wenig anstrengend am See entlang wandern, es gibt allerdings keinen Rundweg. Wir haben uns für die anstrengendere Variante des Six Glacier View Trails entschieden (etwa 7 km einfache Entfernung). Nachdem man das andere Ende des Sees erreicht hat, fangt der Weg an, sich steil nach oben am Berg entlang zu hangeln. Teilweise ist er etwas von Schneefeldern verdeckt. Unterwegs können wir am gegenüberliegenden Berg den Abgang einer kleinen Schneelawine beobachten. Als wir endlich am Tea House ankommen, in dem man kalte und warme Getränke und ein paar Kleinigkeiten zu Essen bekommt (kein Strom, also kann man sich ausmalen, wie üppig das mal ist), hören wir von der Besitzerin, dass es nicht unüblich ist, dass sie sich Mitte Juni durch hüfthohen Schnee kämpfen muss. Und tatsächlich fängt es prompt an zu schneien. Lake Louise ist fast ein Ganzjahres-Skigebiet. Nur die Monate Juli und August sind schneefrei. Auf dem Weg vom See in die Berge hoch haben wir so ziemlich alle Wetterlagen angetroffen, die es gibt – Sonne, Regen, Schnee. Der Wechsel geht recht schnell, weshalb man auf jeden fall warme Kleidung dabei haben sollte, auch wenn am See die Sonne scheint.

Emerald Lake
Der Emerald Lake ist ein, wie man sich denken kann, ein leuchtend grüner kleiner See, umgeben von hohen Bergen. Eine Umrundung ist eine leichte Wanderung von etwa 6 km Länge. Hier ist es zu dieser Jahreszeit sehr ruhig, da es außer der Emerald Lake Lodge kaum Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe gibt. Die nächste Möglichkeit, etwas zu essen (zumindest wenn man mehr als nur ein Restaurant zur Auswahl haben will) ist das 50 km entfernte Golden. Die Emerald Lake Lodge ist eine absolut empfehlenswerte Unterkunft mit schönen Zimmern, die alle Blick auf den See haben und statt eines Fernsehers einen offenen Kamin haben. Außerdem verfügt sie über eine Hot Tub, die wahrscheinlich zu den weltbesten Hot Tubs mit Aussicht zählt. Man sitzt nämlich im 40 grad Celius warmen Blubberwasser und schaut auf den (natürlich auch bei starker Bewölkung) strahlend grünen See und die umliegenden Berge. Gegen Abend riecht man schon den Rauch der zahlreichen brennenden Kamine. Das will sich wohl niemand nehmen lassen.

Revelstoke
Ein überraschend hübsches und belebtes Städtchen am Fuße des Mount Revelstoke. Wir wollten zu den meadows in the sky hochfahren, die allerdings mehr für Juli und August empfohlen werden, da dann die Wiesen mit einem Blütenteppich übersät sind. Als wir dort waren, immerhin Mitte Juni, waren keine Blüten auszumachen, da die Wiesen unter eine 70 cm tiefen Schneedecke begraben waren. Deshalb war die 26 km lange Auffahrt zum summit auch nach 20 km gesperrt, und wir mussten die letzten 6 km zu Fuß bewältigen. Zwischendurch wurde man allerdings immer wieder mit schönen Ausblicken auf die umliegenden Berge belohnt, und wer kann schon von sich behaupten, Mitte Juni durch 70 cm tiefen Schnee gestapft zu sein. Der Ort Revelstoke bietet eine Vielzahl von Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Sehr zu empfehlen ist das Restaurant „The Frontier“ ein Westernrestaurant mit leckerem Essen, gutem Preis-Leistungsverhältnis und New Country Musik, sowie die absolut spitzenmäßige Bed & Breakfast Unterkunft MacPherson Log. Hierbei handelt es sich um ein wunderschönes Blockhaus mit einem Außenwhirlpool, bei dem man auch noch Blick auf die Berge hat. Flauschige Bademäntel und die passenden fluffigen Puschen dazu sind übrigens im Zimmerpreis enthalten.



Nicht so gut gefallen haben uns:

Banff
Der Ort muss wohl im Hochsommer total überlaufen sein. Mitte Juni hielt es sich noch in Grenzen. Es empfiehlt sich, gleich am Ortseingang zu parken und den Rest zu Fuß zu erledigen, da sowieso alles in Fußweite ist. Die Preise für Essen und Souvenirs made in China sind dem Massentourismus angepasst. Da wir allerdings das schlimmste befürchtet hatten, waren wir sogar fast positiv überrascht, da der Ort an Sich ganz hübsch gemacht ist.

Butchart Gardens
Wunderschön angelegte Parkanlage, die aber leider schon Anfang Juni selbst bei Regen total überlaufen war, da man sich nur auf schmalen Wegen fortbewegen kann. Das macht es unheimlich schwierig ein Rudel Japaner zu überholen. Zudem erschien der Eintritt in Höhe von 18 Dollar pro Nase doch recht teuer. Die Anzahl der Parkplätze lässt vermuten, was dort in der Hauptsaison los sein muß.


Anmerkungen? Fragen? Nur her damit!